Kanustation Mirow: Kanuverleih, Kajakverleih, Campingplatz, Buscamp, Seilgarten, Klassenreisen, Gruppenreisen in der Mecklenburgischen SeenplatteKanustation Mirow: Kanuverleih, Kajakverleih, Campingplatz, Buscamp, Seilgarten, Klassenreisen, Gruppenreisen in der Mecklenburgischen Seenplatte

Kanustation Mirow
Kanustation Mirow, An der Cln 1, 17252 Mirow, Tel.: 039833 - 22 098, email: info@kanustation.de
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Raik Vicent


Das ist nicht Raik!

Raik Vicent, geb 1962 in Stralsund, lebt und arbeitet auf dem Dänholm, Stralsund.

 

Raik Vicents Holzunikate werden aus einem Stück gefertigt.

"Am Anfang steht der Stamm und die Idee, das Endprodukt ist die Skulptur und mit ihr 10 neue Ideen."

Es fasziniert zuzuschauen, wie aus der Grundform des Materials die Idee wächst - eine Herausforderung, der sich Raik Vicent immer wieder aufs Neue stellt.

Ihm gelingt es, die Wünsche des Kunden ebenso umzusetzen.

 

Ein Besuch seines Freiluftateliers und Ausstellungshalle auf dem Dänholm vor der Insel Rügen lohnt sich. Monumentale Skulpturen (bis 8 Meter hoch) und eine Vielzahl kleinerer Arbeiten (ab 50 cm) können vor Ort betrachtet und erworben werden. Die Anlieferung oder die Fertigung vor Ort erfolgen nach Absprache.

 

Holz ist lebendig, die Behandlung individuell: in grober Sägestruktur, fein geschliffen, geölt, gewachst, lasiert oder gebrannt.

 

Eine Holzart mit ihrer Textur, Härte und Farbgebung macht jede entstandene Skulptur zu einem unverwechselbaren Einzelstück.

 

 

Referenzobjekte - außer Kanustation Mirow - eine kleine Auswahl:
  • Freiluftatelier / Ausstellungshalle, Dänholm: Holzunikate
  • Born, Fischland-Darß-Zingst: Skulpturen-Allee
  • Altes Kapitänshaus, Ahrenshoop: Stele
  • Yachtclub Stralsund: maritime Großskulptur
  • Klinikum Stralsund: Skulpturengruppe
  • einzelne Skulpturen im Stadtgebiet Stralsund und Barth

So ist Raik zu erreichen:

Raik Vicent

Werkstatt und Ausstellung

Dänholm / Am Marinehafen

18439 Stralsund

 

Tel.: 0179-4884716

raik_v(bei)freenet.de

www.holzskulpturen-vicent.de

 

Raik Vicent in Aktion
Artikel in der Ostseezeitung vom 5.2.2010

"Als Künstler ist Raik Vicent Autodidakt. Seine Arbeitsgeräte sind laut. Seine Arbeiten aus ganzen Baumstämmen ungewöhnlich.
Stralsund (OZ) - Ein Seemann, unverkennbar, so wie man sich einen Seemann vorstellt, weil, so sieht heute kein Seemann mehr aus. Da steht er, an der Schranke zum Dänholm. Das Steuerrad in der Hand, Rauschebart, Pfeife an den Lippen und Blick in die Ferne. So verwittert er da vor sich hin. Er ist aus Holz und ein erster Hinweis auf das, was im Freiluftatelier und der Ausstellungshalle des Holzgestalters Raik Vicent am Dänholmer Marinehafen noch kommt.

Raik Vicent stellt Massivholz-Unikate her und hat vor ein paar Jahren mit Hilfe der Stadt einen perfekten Arbeitsort für sich gefunden. Den muss man haben, wenn man sich an halbe Wälder wagt, wie er.

Angst hat er scheinbar nicht vor dem großen Baum. „Am Anfang steht der Stamm und die Idee. Das Endprodukt ist die Skulptur und mit ihr zehn neue Ideen.“ Das ist sein Slogan.

In jedem Stamm steckt ganz sicher eine Figur. Wie er die wieder vom Hof kriegt, ist eine andere Sache. Etwa die Skulptur, die er nach Schwerin zur BUGA transportieren musste. „Für so was braucht man einen erfahrenen Kranführer“, weiß er inzwischen. Und einen Tieflader. Ja, das eine ist das mit dem Holz. Das andere sind die technischen Probleme und massive Fundamente für die sichere Installation seiner Werke. Das muss alles im Plan sein.

Dabei hatte es bei Raik Vicent ganz anders angefangen. Der gebürtige Stralsunder lernte Maschinenschlosser, hatte dann die Nase voll von der Provinz, beschloss nach Berlin zu gehen, kam aber nur bis zur Transit-Tankstelle am Rügendamm. „Da bin ich dann zehn Jahre lang mit der Kurbel rumgerannt.“ Aber sehr gerne. Eine lustige Zeit. Bis zur Wende.

Es folgten viele Jahre im Sozialbereich mit Jugendlichen. Das ist noch heute etwas, was ihm sehr viel Spaß macht. Er hat damit auch nicht aufgehört. Aber damals hing er von öffentlichen Projekten ab.

Und als mal wieder ein Programm ausgelaufen war, hat er sich einen Ruck gegeben: Jetzt mach doch mal, was du schon immer wolltest!

„Also hab ich mir die erste Säge gekauft und eine Garage gemietet und Holz heran gefahren.“ Aus einer Garage wurden bald vier. „Es entwickelte sich ganz schnell eine Eigendynamik.“ Ein bisschen klingt es wie das Märchen vom süßen Brei, als er anfügt, dass seine Ausstellungshalle noch einmal um das Doppelte größer geworden ist.

Er teilt sich das Atelier mit dem Maler Jörg Becker. Als Kind habe er gerne geschnitzt, sagt er auf die Frage, wo das denn herkäme. Obwohl das ja jetzt was anderes ist, mit Kettensäge und ganzen Bäumen. Aber er ist ja selbst auch größer geworden.

Seine Skulpturen arbeitet er mit der Kettensäge aus, davon hat er etliche. Anschließend wird das Ganze in Form und Verläufe geschliffen. Gegen das Pickern, mit dem Holzbildhauer sonst ihre Figuren herstellen, sei das eine brachiale, monumentale Arbeitsweise, gibt er zu. Vicent beherrscht das schwere Gerät. Und doch ist den Ergebnissen die ausgesprochen grobe Ansprache nicht anzusehen, glatt geschliffen und mit Öl gestreichelt. Holz hat ja sowieso einen eigenen Willen. Nur bis zu einem gewissen Grad könne man da eins zu eins umsetzen, was man für eine Idee im Kopf hat.

Um die Wachstumsmerkmale des Baumstamms kommt er nicht herum, denen passt er sich an, die nimmt er sogar gerne in Kauf. Das ist die Überraschung im Arbeitsprozess, er lässt die Dinge sich entwickeln.

Er selbst trennt seine Arbeitsintention in Kitsch, den er bewusst produziert und seine freien Arbeiten, zu denen er Lust hat. Da wird er ein bisschen abstrakt, obwohl eine gewisse Figürlichkeit immer bleibt.

Viele seiner Arbeiten haben einen nicht zu übersehenden Gebrauchswert. Stühle, Bänke, Vorgartenskulpturen mit oder ohne Briefkasten. Da kommen Käufer, die keinen besonderen Kunstsinn haben, sich aber auf diese Weise vom Nachbarn abheben wollen. Oft sind es Aufträge. Der eine will einen Fisch, der andere eine Blume. Und Vicent will davon leben. Bei einigen Auftraggebern muss er gleich vor Ort arbeiten.

Schulen und Kindergärten lassen von ihm Spielanlagen mit seinen „Multifunktionsskulpturen“ gestalten, auf denen man herumklettern kann. Teilweise kombiniert mit Rutschen und Gerüsten. Großskulpturen hat er vielen Orten hier im Norden schon in den öffentlichen Raum gestellt. Und dann ist er auch mal eine Woche lang irgendwo mit Jugendlichen im Einsatz. Schulen, Kirchgemeinden und öffentliche Institutionen nehmen die Mischung aus seinen Kenntnissen im Umgang mit benachteiligten Jugendlichen und Kettensägen jeder Größenordnung gerne in Anspruch.

Was er will? Mehr Nachfrage auf dem Kunstmarkt, dass seine Arbeiten als Autodidakt künstlerisch wahrgenommen werden. Er arbeitet dran. Mit Lärmschutz!"
JULIANE VOIGT

 

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